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Die Meister


DER STAMMBAUM
Bis zur Epoche von IP MAN war dieser Gong Fu Stil ein "Geheimstil" der nur ausgewählten Personen weitergegeben wurde. Nach dem 2. Weltkrieg 1949 mußte Yip Man aus privaten Gründen (gegen seine Einstellung) Gong Fu unterrichten!
Bruce Lee brachte Anfang der 60 Jahre "Kung Fu" nach Amerika (in den Westen), worüber Yip Man sehr erstaunt und enttäucht war. Es war gegen die Abmachung die beide hatten und somit das Ende der Lehrer-Schüler-Beziehung.
Dies war der Anfang für das Wing Chun Kung Fu im Westen.

Stammbaum




Die Gründerin :: NG Mui

D
er Kung Fu Stil "Wing Chun" ist durch Ng Mui, eine buddhistische Shaolin Nonne, entstanden. So die eine Version der Geschichte bzw. Überlieferung. Das Shaolin-Kloster, in dem sie lebte (in dieser Zeitepoche lebten Nonnen und Mönche zusammen im Kloster), wurde niedergebrannt. In der damaligen Zeit wurden alle Nonnen aus dem Kloster vertrieben. So entwickelte sich der eigentliche "Anti Gong Fu Stil", um sich gegen die Mönche zu verteidigen. Ng Mui blieb der legende nach, bei allen Kämpfen, die z.T. um Leben und Tod gingen, ungeschlagen.

Die zweite Version (Überlieferung), die eher der Wirklichkleit entspricht, ist folgende: In der Halle des "Ewigen Frühlings" = "Wing Chun Hall" vereinigten sich die 5 Weisen und großen Meister des Klosters und tauschten ein unglaubliches Wissen untereinander aus. Hierbei ging es um die Essenz der Waffenlosen Kampfkunst und die der Waffen. Somit entstand aus "vielen" Techniken und Waffengattungen das mit effektivste Kampfkunst-System mit dem Namen "Wing Chun". Dieses System verfügt über einen Stock und nicht viele verschiedene, dem Langstock "Dragon Pole" (der so vielfältig anwendbar und übertragbar auf die verschiedensten Waffen und Waffenlosen Techniken ist) und auch das Qi Gong vertieft sowie die "geheime" und mystische Doppelmesserform "Baat Jaam DO" mit den raffinierten Techniken und einer einzigartigen Fußarbeit, die auch natürlich das waffenlose System sinnvoll beeinflusst und verstärkt.




Sijo IP (YIP), Kai Man

Eine zentrale Schlüsselrolle in der gesamten Entwicklung dieses Gong Fu Stiles hatte der verstorbene Grossmeister Yip Man. Er wuchs in China auf, das er später im Rahmen des innerpolitischen Wechsels durch die Kommunisten verlassen musste. Er flüchtete nach Hongkong, der damals noch britischen Kronkolonie. Hier war er vor dem Zugriff der Kommunisten sicher, deren Gegner er war. Er begann das Gong Fu (Wing Chun Kuen) den Chinesen beizubringen. Bis dorthin war Wing Chun noch ein Geheimstil. Endgültiger Rückzug aus dem Unterricht Mitte 1970 zog sich der Großmeister endgültig zurück und übergab seine Schulen seinen Söhnen, um sich in Zukunft mehr den angenehmen Seiten des Lebens im Teehaus, ins Gespräch vertieft, zu widmen. Es war auch zu dieser Zeit, dass ein Schüler Yip Mans, den er Anfang der 60er Jahre unterrichtet hatte, durch seine Filme zu Weltruhm gelangte und damit auch Wing-Chun weltweit bekannter machte: Bruce Lee.

Großmeister für alle Ewigkeit 1972 hatte das Schicksal den sorglosen alten Mann eingeholt. Er bot ein Bild von körperlichem Verfall und zunehmender Schwäche. Eine ärztliche Untersuchung ergab die Diagnose Kehlkopfkrebs. Dennoch bekämpfte er die Krankheit optimistisch und mit großer Willenskraft. Erging weiterhin ins Teehaus und dinierte abends mit seinen Schülern. Niemals hörten seine Schüler ihn klagen, denn er wollte ihr Mitleid nicht und sah seinem Ende gefasst entgegen. Mehr und mehr von seiner Krankheit gezeichnet, baut er auch körperlich ab. Nie jedoch war eine Klage zu hören, nie beschwerte er sich und blieb bis zum Schluss der bescheidene Großmeister, als den ihn seine Schüler kannten. Eines Tages bei einem Krankenhaus-aufenthalt teilte ihm der Arzt, auch einer seiner Schüler, mit, dass sein Ende unmittelbar bevorstand. Aber Yip Man konnte den Tod noch ein letztes Mal abwehren und kehrte nach einer Woche gekräftigt nach Hause zurück. Aber dieser Sieg war nur von kurzer Dauer.

Am 1. Dezember 1972 starb Yip Man, Großmeister des Wing Chun. Er hinterließ uns ein geniales Kampfsystem und viele faszinierende Anekdoten. Auf seiner Beerdigung erschienen Kampfkunst-Meister aller Stile, um dem großen Yip Man die letzte Ehre zu erweisen. Ein weiterer Beweis für die Größe der Persönlichkeit dieses außergewöhnlichen Mannes.




Sigung WONG, Shun Leung

Für Insider ist Wong Shun Leung einer der besten Vertreter des Wing Chun Kung Fu im zwanzigsten Jahrhundert gewesen. Schon in seiner Kindheit hat sich Wong Shun Leung für die Kampfkünste und die Vorliebe zum Kämpfen interessiert, so dass man ihn schon als jugendlichen mit 14, 15 Jahren in den Strassen und Dächern Hong Kong's traf, wo er sich mit gleichgesinnten gemessen hatte.

Er war einer von Yip Man's besten Schülern! Er probierte verschiedene Gong Fu Stile und auch das westliche Boxen aus. Das Boxen hat ihm damals sofort zugesagt, da er den praktischen Nutzen daraus bei seinen Strassenkämpfen feststellen konnte. Wong Shun Leung war der Champion beim Beimo (比武): "semi-organised bare-knuckle challenge fights" in Hong Kong (auch als 'kung fu elimination contests' bekannt). Ein Kampf OHNE Regeln, OHNE Schutz und OHNE Zeitlimit. Teilweise waren die Kämpfe illegal, wurden aber von der Regierung geduldet.

Wong bestritt über 100 Beimo-Kämpfe und hat keinen einzigen verloren! So bekam er den Namen 'Gong Sau Wong' (i.e., 'King of Talking Hands'). Ebenfalls erwähnenswert ist die Tatsache, daß Wong Shun Leung ein wirklich guter Freund und auch der Lehrer von Bruce Lee war. Denn auch er war ein Schüler Yip Mans. In der Zeit als Bruce Lee noch in Hong Kong lebte lernte er nicht nur von Yip Man, sondern hauptsächlich von seinem älteren Wing Chun Brunder Wong Shun Leung.




Sibak LEE, Siu Lung (Bruce Lee)

Kung Fu erlangte in den USA durch Bruce Lee eine enorme Bekanntheit. Bruce Lee, der von dem verstorbenen Grossmeister Yip Man und Wong Shun Leung in China sein Können erlernte, konnte auf Grund seiner Fähigkeiten alle Kampfkünstler weltweit beeindrucken. Noch heute verbindet man mit seinem Namen die Bedeutung einer Kultfigur.




Sifu LAM, Man Hog (Gary Lam)

Gary Lam begann im Alter von 15 Jahren mit Wing Chun. Zuerst lernte er von einem der ersten Schüler Yip Mans (Lok Yiu), bis er 2 Jahre später seinen Lehrer Wong Shun Leung kennen lernte. Gary Lam folgte Wong Shun Leung über 15 Jahre und lehrte davon selbst sechs Jahre in dessen Schule. Gary Lam war Wong Shun Leung's bester und erfolgreichster Schüler. Gary Lam selbst hat erfolgreich an zahlreichen Vollkontaktwettkämpfen in Hong Kong teilgenommen und war 1978 sowie 1979 Turniersieger des Hong Kong "Full Contact" Tournament und Gewinner der "Golden Coin".

Für Insider ist Lam, Man Hog einer der besten Vertreter des Wing Chun Kong Fu im einundzwanzigsten Jahrhundert!

Er erlernte in Thailand das Muay Thai, welches er später in Hong Kong ebenfalls unterrichtete. In den 80'ern eröffnete Gary Lam seine eigene Wing Chun Schule in Hong Kong und unterrichtete insgesamt mehr als 800 Schüler. Viele seiner Schüler waren erfolgreiche Wettkämpfer. Gary Lam gehört mit Abstand zu den meist erfahrenen Wing Chun Meistern dieser Zeit, der es vor allem verstanden hat, Tradition und Zeitgeist miteinander zu verbinden.

Die Zeiten ändern sich und Trainingsmethoden müssen dementsprechend angepasst werden. Der Wille der uneingeschränkten Weitergabe seines Wissens, seiner gesammelten Erfahrungen, sowohl als Kämpfer wie als Lehrer, zeichnen das Gary Lam Wing Chun System aus. Aufgrund seiner Erfahrung wurde er 1991 zum Präsidenten der Hong Kong Ving Tsun Association ernannt und 2006 zum Sifu des Jahres ernannt. Nun lebt und lehrt Gary Lam in Los Angeles, USA.

Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen: Prädikat sehr wertvoll.

Sifu Gary Lam ist ein herzlicher, charismatischer, offener und sehr großartiger Mensch und ein authentischer Großmeister. Einer der letzten seiner Art.


Was bedeutet Kung Fu? / Was lernst du bei uns? / Kampfkunst vs. Kampfsport / Code of conduct / Sifu Michael


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